Nebenfach

 

Ihr habt euch also dazu entschieden, neben eurem Hauptfach 60 Punkte eures Bachelors in der Biologie zu ergattern. Damit gehört ihr zu einer sehr speziellen und zahlenmäßig sehr kleinen Art. Denn von den etwa 360 Biologiestudenten eines Semesters sind lediglich 3% Nebenfächler – ihr seid also etwas ganz Besonderes!

Das Negative daran ist, dass hin und wieder vergessen wird, dass es euch überhaupt gibt! Ihr werdet euch während eures Studiums daran gewöhnen müssen, dass ihr euch allgemeine Informationen, die für alle anderen Biostudenten bereitliegen, selbst beschaffen müsst, weil sich um die Nebenfächler meist nicht extra gekümmert wird. Das ist natürlich gerade am Anfang des Studiums nervenaufreibend und anstrengend, weshalb wir hoffen, dass euch dieser Artikel wenigstens ein bisschen weiterhilft. Aber an diese Situation gewöhnt man sich auch ziemlich schnell und wenn man weiß, wie man am besten damit umgeht, dann ist das auch schnell kein Problem mehr! Das wichtigste ist: einfach Fragen!!

Egal, ob es um Kursbelegungen geht, nicht funktionierende Prüfungsanmeldungen oder unklare Formulierungen, die euch in Panik versetzten, weil ihr plötzlich nicht mehr wisst, ob euch das überhaupt was angeht, einfach den entsprechenden Dozenten anschreiben und freundlich nachfragen. Die allermeisten helfen sehr gerne und schnell. Um die Dozenten noch ein bisschen zu schonen wollen wir die Frage, die euch im Moment wahrscheinlich am meisten unter den Nägeln brennt, gleich hier beantworten. „Was muss ich als Nebenfächler jetzt eigentlich im ersten Semester machen?!“
In der Biologie ist es relativ sinnvoll bestimmte Sachen gleich am Anfang zu machen, weil andere Kurse darauf aufbauen. Um euch den Start ins Studium ein bisschen zu erleichtern seid ihr deshalb alle schon automatisch in die Kurse und Übungen eingeschrieben, die im Studienverlaufsplan für das erste Semester vorgesehen sind. Das sind für euch Nebenfächler die Teilmodule „Die Zelle für das Nebenfach Biologie“, „Evolution“, „Das Pflanzenreich“ und „Das Tierreich“. Die jeweiligen Vorlesungen und die dazugehörige Übung finden im Semester nacheinander statt, nicht alle gleichzeitig. Bei den Übungen müsst ihr euch darauf einstellen, dass sie wahrscheinlich für die meisten sehr anstrengend und zeitaufwendig und wahrscheinlich auch nicht jedermanns Sache sind, aber ab dem zweiten Semester wird es besser! Versprochen!

Am Ende des Semesters, wahrscheinlich Januar und Februar finden dann zwei Klausuren statt, die jeweils über zwei der belegten Kurse gehen. Hier gibt es oft Gerüchte, Nebenfächler müssten den Prokaryoten-Teil der Zelle-Klausur nicht mitschreiben, das gilt leider nur für Lehrämtler, aber im Zweifelsfall, einfach mal nachfragen. Sehr zu empfehlen sind für die Prüfungsvorbereitung die Tutorien (Termine im Vorlesungsverzeichnis der Uni), die im ersten Semester von Studenten höherer Semester angeboten werden. Der Stoff wird wiederholt und ihr bekommt gute Tipps zur Klausur, was wichtig ist. Und ihr habt natürlich auch wieder die Möglichkeit Fragen zu stellen! Also geht hin, das ist wahnsinnig hilfreich! Und nicht stressen lassen, wenn die Bachelor-Biologen immer mehr zu wissen scheinen, die machen das alles noch ausführlicher! Falls ihr euch jetzt, oder spätestens vor dem zweiten Semester mal einen Überblick über euer gesamtes Biostudium verschaffen wollt, dann schaut ihr euch am besten mal den Studienverlaufsplan an. Hier stehen alle angebotenen Kurse und Informationen, wie viele Punkte ihr in welchem Bereich erreichen müsst. Dann müsst ihr nur noch auswählen!

Und wer um das Studium herum noch Lust hat, sich zu engagieren, der kann ja mal bei der Fibio vorbeischauen. Da wird händeringend nach Nebenfächlern gesucht, die sich für ihr Studium einsetzen, damit es die nächsten Erstis und alle, die noch kommen, noch ein Stückchen einfacher haben!