Ausland
Ab in die weite Welt, aber wie…
Überblick
Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, über die Kontakte einzelner Fakultäten ins Ausland zu kommen. Das bei diesen Auslandsaufenthalten zugrunde liegende Programm ist meist das SOKRATES- /ERASMUS-Programm der EU. Da unser Biomedizin-Studiengang gleichermaßen zur biologischen als auch zur medizinischen Fakultät gehört, haben wir die Möglichkeit, über beide Fakultäten ins ERASMUS-Programm aufgenommen zu werden. Wie leicht oder schwer das ist, hängt meist vom Koordinator und dessen Einstellung zu Biomedizinern ab. Es findet sich aber immer eine Möglichkeit für „willige“ Biomediziner ins Ausland zu kommen.
Abschließend bleibt zu sagen: Auch wenn es auf dem Weg ins Ausland einige Hürden zu überwinden gilt, lohnt es sich auf jeden Fall, und auch der Spaß (ihr wisst schon was das ist, oder?) kommt nicht zu kurz. Doch nun zu den konkreten Angeboten, Problemen und Lösungen.
Wann und wie lange denn?
Eine Möglichkeit, doch noch Auslandserfahrung im Bachelor zu sammeln ist es, seine Bachelorarbeit im Ausland zu absolvieren. Die zu erfüllenden Bedingungen hierzu findet ihr im Downloadbereich . Da uns bis jetzt niemand bekannt ist, der dies versucht hat, könnt ihr hier noch neue und noch nie da gewesene Erfahrungen sammeln. Allerdings erscheint solch ein Projekt recht riskant, da man für die Bachelorarbeit maximal zweieinhalb Monate im Labor verbringen kann und man davon die Eingewöhnungszeit abziehen muss. Im dümmsten Fall kommt also nicht viel dabei heraus. Der zumindest theoretisch beste Zeitraum für einen Auslandsaufenthalt ist daher das erste und das zweite Mastersemester. In Würzburg stehen im ersten Semester vier Vorlesungen sowie das Modellorganismenpraktikum auf dem Plan, das zweite Semester hält die beiden sechswöchigen F-Praktika sowie den Beginn der Masterarbeit bereit.
Da es bis jetzt noch niemandem gelungen ist, das Modellorganismenpraktikum sowie alle 4 Vorlesungen im Ausland zu bekommen, verliert man auch bei einem Auslandssemester/-jahr im Master ein Fachsemester. Näheres zu den einzelnen Kombinationsmöglichkeiten und Tücken findet ihr weiter unten.
Wer kein Semester verlieren möchte, dem bleibt nur die „Ausland light“ Variante. Dies bedeutet, dass man lediglich eines oder beide F-Praktika im Ausland absolviert. Die Regeln hierfür sind dieselben wie bei einer extern (beispielsweise in einem Unternehmen) angefertigten Bachelor- oder Master-Thesis. Dass man in sechs bis zehn Wochen nicht dieselben Erfahrungen macht wie bei einem ganzen Auslandsjahr, versteht sich von selbst. Wer es aber lieber einfach und sicher mag, findet sicher Gefallen an dieser Variante. Bevor wir nun genauer auf das ERASMUS Programm eingehen, wollen wir uns noch ein paar grundsätzlichen Problemen widmen.
Probleme die es zu lösen gilt Nach Oben
Problem 1:
Passende Veranstaltungen sind an der Gasthochschule nur schwer zu finden, da wir sehr spezielle Vorlesungen im Master haben.Lösung 1:
In der Studienordnung findet sich ein Paragraph, der auch andere Vorlesungen als die vier in Würzburg zu absolvierenden zulässt. Daher können nach Genehmigung durch den Prüfungsausschuss auch andere Vorlesungen im Einzelfall (oder generell) zugelassen werden. Man kann also auch eine andere Vorlesung anerkennen lassen.Problem 2:
Wir haben keine ECTS Punkte, die Gasthochschule möchte aber genau diese!Lösung 2:
Obwohl es, entgegen anders lautender Behauptungen, keine Umrechnungstabelle von LP (Leistungspunkte) in ECTS Punkte gibt, kann man die Gasthochschule auch meist mit einem anderen Dokument, das alle relevanten Informationen (Arbeitsaufwand, Note, Art des Fachs, etc.) enthält, zufrieden stelle. Ein Muster findet ihr im Downloadbereich. Einfach ausfüllen und abschicken!Problem 3:
Urlaubssemester, was ist das und wie funktioniert es?Lösung 3:
Ein Urlaubssemester ist ein Semester, das nicht als Fachsemester gezählt wird, in dem aber auch keine Studienleistungen erbracht werden dürfen (!). Man kann es z.B. für ein Auslandssemester beantragen. Der große Vorteil ist, dass man weiter an der Uni eingeschrieben ist, jedoch keine weiteren Fachsemester anhäuft (wichtig wegen Überschreitung der Maximalstudiendauer). Darüber hinaus ist man von den Studiengebühren befreit. Den Semesterbeitrag muss man allerdings trotzdem zahlen. Kompliziert wird es, da man im ersten Semester eines Studiengangs kein Urlaubssemester nehmen kann. Wer also im ersten Semester des Masters ins Ausland möchte, kann dieses nicht als Urlaubssemester nehmen. Wer für ein Jahr weg möchte, kann folglich nur das zweite Semester als Urlaubssemester beantragen. Formulare fürs Urlaubssemester findet ihr hier.
Das bekannteste Programm für Auslandsaufenthalte: ERASMUS Nach Oben
Was bietet mir ERASMUS?
- Maximal 100 Euro Unterstützung pro Monat
- Reisezeit maximal ein akademisches Jahr, mind. jedoch drei Monate
- Keine Studiengebühren im Ausland (aber im Inland, falls kein Urlaubssemester beantragt wird)
- Beurlaubung an der Uni-Würzburg keine Studiengebühren in Würzburg
- Auslands-Bafög ist möglich, oft sogar, wenn man im Inland kein Bafög bekommt, da die Bedarfssätze höher sind. Rechtzeitiges Beantragen ist aber wichtig!
Anmeldung:
- Kontaktaufnahme mit Koordinator der Fakultät (In der Biologie: Prof. Dr. Benz (Biotech)). Dieser trägt euch dann in eine Vormerkliste ein. Die Anzahl der Plätze variiert je nach Ziel. In England sind lediglich 2 Plätze pro Semester vorhanden, in Schweden dagegen bis zu 10. Es gilt: Der frühe Vogel fängt den Wurm, also rechtzeitig melden! Seid bitte so nett und haltet euch an die Sprechzeiten der Koordinatoren oder macht mit ihnen einen Termin aus.
- Beantragung von Erasmus beim Auslandsamt; der Stichtag ist der 20. Juni. Um die Details zu klären, einfach nochmals mit dem Koordinator sprechen. Formulare gibt’s im Netz oder auch beim Koordinator.
- Es ist auf jeden Fall ratsam, sich schon vorab über die Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen zu erkundigen. Um das ganze schriftlich zu fixieren, gibt es das so genannte „Learning Agreement“, das ihr mit den anderen Unterlagen bekommt. Ob es wirklich funktioniert wissen wir allerdings nicht.
- Unterkunft ist ein schwieriges Thema. Das ERASMUS Programm ist grundsätzlich nicht dazu verpflichtet, Wohnraum für Studenten zur Verfügung zu stellen. Daher variieren die Angebote und auch die Mieten je nach Land. Je teuerer die Lebenshaltung allgemein, desto teurer auch die Mieten. Häufig werden jedoch Wohnheimsplätze bevorzugt an Erasmus-Studenten vergeben. Die Homepages der einzelnen Gastunis verraten aber mehr zu diesem Thema.
Wo kann man denn hin?Nach Oben
Spanien:
Barcelona: www.ub.edu
Fächer: hauptsächlich. Molekulare Biologie
Weitere Infos:
- Betreuer: Prof. Dr. Miguel Vinyas Ciordia
- Null Organisation vor Ort, man muss alles alleine organisieren.
- Viele Tücken, aber dafür ist der Strand fast vor der Tür.
Salamanca: www.usal.es
Fächer: Zoologie, Biochemie, Biotechnologie
Weitere Infos:
- Betreuer: Betreuer: José Manuel Fernandes Abalos
Bilbao
Sevilla
Fächer:
Weitere Infos:
- Gute Ausstattung der Labore und super viele Freizeitmöglichkeiten
- Das Bier schmeckt erst nach drei Wochen, aber dafür ist das Essen super
- Die Lebenshaltungskosten belaufen sich je nach Unterkunft auf ca. 200-350 Euro insgesamt (für Zimmer und Geld zum Leben)
Frankreich
Toulouse: www.ups-tlse.fr
Fächer:Pharmakologie, Strukturbiologie ( CNRS-Institut)
Weitere Infos:
- Unterkunft: www.crous-toulouse.com (Wohnheim)
- Man kann für das Zimmer im Wohnheim Wohngeld vom franz. Staat beantragen
- Die Franzosen sprechen vor allem eine Sprache, …Französisch
Grenoble: www.ujf-grenoble.fr
Fächer:
Weitere Infos:
Perpignan:
Fächer:Mikrobiologie, Molekularbiologie, Biotechnologie
Weitere Infos:
Poitiers:
Fächer:Mikrobiologie, Molekularbiologie, Biotechnologie und viele andere Fächer
Weitere Infos:
Italien
Catania: www.unict.it
Fächer:Besonders Meeresbiologie, Botanik, Mikrobiologie, Biochemie, Biotechnologie
Weitere Infos:
Padua: www.unipad.it
Fächer:Bes. Meeresbio, Botanik, Mikrobio, Biochemie, Biotech
Weitere Infos:
- Die Qualität der Betreuung und die Ausstattung der Uni-Labore sind sehr gut.
- Studenten werden sogar vom Flughafen oder der Bahn abgeholt.
- Im Auslandsamt sollte man sich wegen einer Förderung für einen vierwöchigen Sprachkurses erkundigen.
- Kunden der Dt. Bank finden hier Filialen, wo man Geld abheben kann.
Palermo: www.unipa.it
Fächer:bes. Fokus auf Bio.Mediziner
Weitere Infos:
Türkei
Mersin:
Fächer:Meeresbiologie, Organistische Biologie
Weitere Infos:
England
Leeds:
Fächer:Molekularbiologie, Biotechnologie
Weitere Infos:Siehe Erfahrungsbericht
Finnland
Oulu:
Fächer: Department of Biochemistry
Weitere Infos:
Schweden
Umea:www.umu.se
Fächer: Zellbiologie, Molekulare Biologie, Organistische Biologie
Weitere Infos:Siehe Erfahrungsbericht
Ein paar Empfehlungen zum Schluss
- Macht einen Sprachkurs für das jeweilige Land, viele können zwar Englisch, in Kontakt mit den Einheimischen kommt man aber immer noch am besten über die Landessprache!
- Reise früh genug planen und organisieren!
- Erfahrungsberichte lesen (Auslandsamt hat bald Online-Berichte)!
- Achtet auf die Kosten! Manche Länder sind wesentlich teurer als Deutschland und das Erasmusstipendium deckt nicht alle Mehrkosten.
- Auslandskrankenversicherung
- Es gibt auch noch andere Organisationen und Programme, über die du ins Ausland gehen kannst!




