Studium
Das Studium…Ablauf, Prüfungen…
Einführung
Biomedizin an der Universität Würzburg ist ein zweistufiger Studiengang, der sich aus dem Bachelor of Science (B.Sc.) und dem darauf aufbauenden Master of Science (M.Sc.) zusammensetzt. An letzteren kann sich eine Promotion (Dr. rer. nat.) anschließen, die für eine erfolgreiche wissenschaftliche Karriere so gut wie unumgänglich ist. Prinzipiell ist es möglich, nach dem Erreichen des Bachelor- Abschlusses in die Berufswelt einzusteigen, allerdings kommt in diesem Fall im universitären Bereich höchstens eine nicht-wissenschaftliche Laufbahn in Frage. Eine andere Option besteht z.B. in einer journalistischen Tätigkeit.
Ein Großteil der Bachelor Absolventen wird aber auf jeden Fall den Master-Abschluss anstreben – entweder in Würzburg oder an einer anderen (evtl. auch ausländischen) Universität. Da der B.Sc. auch für andere Master-Studiengänge qualifiziert, kann man auch in einen anderen naturwissenschaftlichen Masterstudiengang wechseln.
Das Studium bereitet auf eine spätere wissenschaftliche Tätigkeit in der Forschung vor. Daher ist das Studium der Biomedizin nicht mit dem der Medizin zu vergleichen. Eine Tätigkeit als praktizierender Arzt ist damit ausgeschlossen! Stattdessen stehen einem sowohl die Wege in die universitäre Forschung und in staatliche Forschungsinstitute, als auch in die Industrie offen. Man sollte sich vor Studienantritt darüber im Klaren sein, dass die Arbeit hauptsächlich im Labor stattfinden wird!
Grundsätzlich kann man die Lehrveranstaltungen in medizinische, biologische und andere naturwissenschaftliche Fächer gliedern. Dabei liegt der Schwerpunkt in den ersten Semestern auf dem Erlernen des notwendigen naturwissenschaftlichen Basiswissens, sprich Physik, anorganische sowie organische Chemie und Statistik. Das bedeutet, dass man an den “Massenveranstaltungen” von Biologen und Medizinern teilnimmt. Im Verlauf des Studiums nimmt die Anzahl an “eigenen” Veranstaltungen zu, wobei sich der Schwerpunkt allmählich zur Medizin verlagert. Das 6. Semester wird fast vollkommen vom Erstellen der Bachelor-Thesis in Anspruch genommen. Die Master-Thesis erstreckt sich dann über neun Monate, beginnend mit dem Ende des achten Semesters.
Die Vorlesungen, Praktika und Seminare eines jeden Semesters sind nicht frei wählbar. Dies liegt an dem engen Zeitplan des Biomedizinstudiums und der Notwendigkeit, die einzelnen Veranstaltungen aufeinander abstimmen zu müssen. Deshalb liegt für jedes Semester ein fester Stundenplan vor, der einem vor Semesterbeginn von der Koordinatorin des Studiengangs zugesandt wird.
Ganz wichtig ist es zu wissen, dass alle Klausuren benotet werden und jede Note, die man im Laufe seines Studiums erhält (verschieden stark gewichtet) in die Abschlussnote einfließt. Die Gewichtung der Note wird durch ein Leistungspunktesystem festgelegt. Dieses Leistungspunktesystem richtet sich nicht nach dem ECTS-System (European Credit Transfer System), sondern gewichtet die einzelnen Fächer nach deren Relevanz im Rahmen des Biomedizinstudiums. Sollte für einen Uniwechsel oder einen Auslandsaufenthalt eine Gewichtung, im Sinne der ECTS- Kriterien (die Gewichtung erfolgt hierbei nach dem Arbeitsaufwand, den ein Fach mit sich bringt) benötigt werden, muss dies im Einzelnen mit der Koordinatorin des Studiengangs abgesprochen werde. Eine pauschale Lösung für dieses Problem existiert bis jetzt noch nicht.
Und wenn wir schon bei den Noten sind: Da alljährlich die Anzahl an Bewerbern die vorhandenen Studienplätze (ca. 25) bei Weitem übersteigt, liegt die Zulassungshürde sehr hoch. Realistische Chancen habt ihr mit einem Abitur zwischen 1,0 und höchstens 1,4. Über Wartesemester in diesen Studiengang zu gelangen ist nahezu unmöglich, da im z.B. im Wintersemester 2006/07 die Zulassungshürde bei 10 Halbjahren Wartezeit lag. Eine zuvor absolvierte Ausbildung oder andere nach der Schulzeit erworbene Abschlüsse oder Qualifikationen werden bei der Bewerbung nicht berücksichtigt. Somit ist auch bei einem angestrebten Zweitstudium die Abiturnote der entscheidende Faktor. Nähere Infos zum Bewerbungsverfahren, den Auswahlkriterien und dem NC des vergangenen Jahres findet ihr auf der Uni- Homepage . Ein Quereinstieg aus den Fächern Biologie und Medizin ist maximal bis zum 3. Semester möglich. Die Bewerbung wird hierbei vom Prüfungsausschuss Biomedizin geprüft. Interessenten sollten sich auf jeden Fall mit der Koordinatorin des Studiengangs Frau Dengel in Verbindung setzen E-mail: s.u.).
Wichtig zu wissen ist noch, dass die Bewerbung seit 2007 online erfolgt. Die entsprechenden Formulare findet ihr unter: http://www.zv.uni-wuerzburg.de/studentenkanzlei/Online-Bewerbung/Intro.htm
Bei Fragen zu Inhalt und Ablauf des Studiums könnt ihr euch entweder an uns mail@biomedizin-wuerzburg.de oder direkt an unsere Studiengangskoordinatorin Frau Dengel carmen.dengel@virchow.uni-wuerzburg.de
Bachelor Nach Oben
Der erste Abschnitt im Studium der Biomedizin ist der Bachelor. Er besteht aus fünf Semestern mit Lehrveranstaltungen und dem sechsten Semester, das der Erstellung der praktischen Bachelorarbeit dient. Die Regelstudienzeit von sechs Semestern darf normalerweise nur um ein Semester, in besonderen Härtefällen um 2 Semester überschritten werden.
Insgesamt werden im Laufe der sechs Semester 180 Leistungspunkte vergeben, wovon 144 in studienbegleitenden Klausuren erlangt werden. Die restlichen Punkte verteilen sich auf die Bachelor-Thesis und das zugehörige Kolloquium.
Master Nach Oben
Der Masterstudiengang Biomedizin ist der dreisemestrige Aufbaustudiengang im Anschluss an einen Bachelor of Science.
Seit 2006 wird für den Master ein separates Eignungsfeststellungsverfahren durchgeführt. Konkret bedeutet dies eine neue Bewerbung für einen neuen Studiengang. Für die Zulassung ist laut Prüfungsordnung ein überdurchschnittlicher Bachelor-Abschluss (Gesamtnote besser als 2.5 oder in ECTS ausgedrückt mindestens Grade B) in Biomedizin oder in einem gleichwertigenStudiengang erforderlich. Die Gleichwertigkeit wird hierbei durch die Prüfungskommission festgestellt.
Außerdem müssen der Bewerbung folgende Dokumente beigelegt werden:
- Ein tabellarischer Lebenslauf,
- Empfehlungsschreiben von zwei Hochschullehrern, die an der Abschlussprüfung beteiligt waren sowie
- eine schriftliche detaillierte Begründung für die Wahl des Studienganges, aus der insbesondere die Motivation für den Studiengang an der Universität Würzburg hervorgeht.
Bis vor kurzem hielt sich der Andrang auf den Biomedzin Master noch in Grenzen, da Medizinstudenten in der Regel die naturwissenschaftlichen Grundlagen fehlen und die meisten Biologen keine ausreichenden Kenntnisse in den medizinischen Fächern nachweisen können. Dies hat sich allerdings geändert, seit es immer mehr Bachelor- Absolventen artverwandter biomedizinischen Studiengänge gibt, die entweder die Hochschule wechseln wollen, für den eigenen Master keine Zulassung bekommen oder für die schlichtweg kein Master angeboten wird. Solltet ihr euch für den Master interessieren, wendet euch am besten an Frau Dengel carmen.dengel@virchow.uni-wuerzburg.de.
Hat man es in den Master geschafft erwartet einen das folgende Programm. Neben einigen wenigen Vorlesungen müsst ihr zwei sechswöchige Fortgeschrittenenpraktika in Fächern eurer Wahl und ein Großpraktikum Modellorganismen absolvieren. Die Masterarbeit schließt sich direkt an das zweite Semester an und dauert neun Monate. Zu den Praktika gibt es allerdings noch eine Wichtige Grundregel: Die Im Laufe des gesamten Bachelor-/Masterstudiengangs absolvierten vier Forschungspraktika (Die Bachelor- und die Master-Thesis sowie die beiden Fortgeschrittenenpraktika) müssen in mindestens drei verschiedenen Fächern abgeleistet werden. Dies soll eine möglichst breite Ausbildung gewährleisten.
Im Master werden insgesamt 90 Leistungspunkte vergeben, wobei 40 Punkte auf die Thesis incl. Kolloquium entfallen. Auch im Master zählen die Noten der Studienbegleitenden Prüfungen in die Endnote.
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