Master

 

Der Master im Einzelnen

1. Semester

 

Großpraktikum Modellorganismen.

In jeweils einwöchigen Praktikumsblöcken befasst man sich mit den wichtigen Modellorganismen für die biomedizinische Forschung: mit Viren, Mikroorganismen (Escherichia coli und Candida albicans), Drosophila melanogaster, der Maus (Mus musculus, wer es genau wissen will), dem Fadenwurm Caenorhabditis elegans und dem Zebrafisch Danio rerio. Dabei kommt es nicht nur auf Geschick bei den üblichen Laborarbeiten an, sondern ab und an auch auf das Fingerspitzengefühl beim Umgang mit den Tieren – seien es winzige Fliegenlarven, bissige Mäuse oder glitschige Fische.

Über jeden Praktikumsteil muss ein Protokoll geschrieben werden, teilweise in Gruppen, teilweise individuell. Die Protokolle werden benotet und ergeben den 18 Leistungspunkte zählenden Schein.

Fortgeschrittenenpraktikum I (F1).

In diesem ersten Semester steht auch noch das erste Fortgeschrittenenpraktikum auf dem Plan. Das Fachgebiet und die Arbeitsgruppe können nach den oben beschriebenen Kriterien frei gewählt werden. Auch dieses Praktikum hat eine Dauer von 6 Wochen.

Vorlesung „Molekulare Pathologie“

Und noch eine Exklusivveranstaltung: Meist stellen zwei Dozenten ein Thema vor – einer die klinisch-pathologischen Aspekte, ein anderer die molekularen Zusammenhänge. Man fühlt sich ein bisschen an Patho im fünften Semester erinnert – aber wirklich nur ein bisschen.
Am Semesterende droht die übliche Klausur über den Vorlesungsstoff.

Vorlesung “Biokompatible Funktionswerkstoff”

Woraus bestehen künstliche Hüftgelenke, Zahnfüllungen, Knochenschrauben und Gerüststrukturen für das „tissue engineering“? Was sind deren physikalische und chemische Eigenschaften, wie stellt man sie her? Die Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt es in dieser Vorlesung nur für Biomediziner. Dozenten aus verschiedenen Disziplinen (Chemie, Physik, Biologie) haben sich vereint, um uns dieses Thema näher zu bringen. Diese Vorlesung ist wirklich anders als alles bisher Dagewesene, Überschneidungen mit anderen Fächern sind praktisch ausgeschlossen! Am Ende: Klausur!

Vorlesung „Kardiovaskuläre Biologie“

Diese Ringvorlesung ist nur für uns! Darin geht es um alles, was mit den Blutgefäßen und natürlich dem Herz zu tun hat: Entwicklung, Aufbau, Eigenschaften und Aufgaben, krankhafte Veränderungen und Therapiemöglichkeiten. Die Prüfung ist eine Multiple-Choice-Klausur mit etwa 30 Fragen à fünf Antwortmöglichkeiten.

Vorlesung “Klinische Neurobiologie”

Von den Untereinheiten der diversen Transmitterrezeptoren über Nervenzellen mit ihren Eigenschaften bis hin zum kompletten Gehirn wird die Neurobiologie behandelt. Die Dozenten wechseln dabei und stellen verschiedene Aspekte des Themenbereiches vor. Nach etwa zwei Dritteln des Semesters wird der Schwerpunkt dann auf verschiedene Erkrankungen des Nervensystems gelegt, schließlich handelt es sich bei dieser Veranstaltung ja um ein Wahlfach der Medizinstudenten nach dem Physikum. Grundlage für die Klausur sind viele, viele Kapitel aus dem Buch „Principles of Neural Science“ von Kandel.

2. Semester

Fortgeschrittenenpraktikum II (F2)

Das zweite Semester beginnt für die meisten mit dem zweiten frei wählbaren Fortgeschrittenenpraktikum II (F2) (6 Wochen). Anschließend besteht die Möglichkeit schon gleich mit der Masterarbeit loszulegen. Die Masterarbeit erstreckt sich über insgesamt 9 Monate und damit auch über mehr als ein Semester. Wie schon bei der Bachelor- Arbeit wird sie mit einem Kolloquium beendet.

3. Semester

Master-Thesis (+ Kolloquium)

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